Präventive Coloskopie

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 70.000 Menschen neu an Darmkrebs. Ungefähr 29.000 Menschen versterben jährlich an dieser Tumorerkrankung. Betrachtet man Männer und Frauen gemeinsam, so nimmt Darmkrebs in der Häufigkeit den 2. Platz unter den Krebserkrankungen ein. Besonders erschreckend ist, dass in Deutschland die Zahl der Darmkrebstoten fünfmal so hoch ist wie die der Verkehrstoten.Das kolorektale Karzinom, so die korrekte medizinische Bezeichnung für den Darmkrebs, wäre bei frühzeitiger Vorsorge in vielen Fällen schon vor der Entstehung verhinderbar. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 90 % der Darmkrebsopfer nicht sterben müssten, wären die Erkrankung bzw. die Vorstufen des Krebses frühzeitig im Rahmen der Vorsorge erkannt und behandelt worden.

Die Bundesrepublik Deutschland ist das erste Land in der Europäischen Union, das ein flächendeckendes Darmkrebs-Vorsorgeprogramm für alle Mitglieder von gesetzlichen Krankenkassen anbietet. So besteht für alle Versicherten vom 50. bis zum 54. Lebensjahr die Möglichkeit der Darmkrebsfrüherkennung über einen Stuhltest. Ab dem 55. Lebensjahr tragen die gesetzlichen Krankenversicherungen einmal innerhalb 10 Jahren die Kosten für eine sogenannte Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung zur Früherkennung).

Vorsorgekoloskopien werden im Land Berlin von Fachpraxen durchgeführt, die von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, KV Berlin, speziell zertifiziert wurden. Diese Praxen verfügen über die notwendige Erfahrung und technische Ausstattung und erfüllen die strengen medizinischen und hygienischen Voraussetzungen für diese Form der Vorsorge. Für eine Vorsorgekoloskopie wird keine Praxisgebühr erhoben. Es ist auch keine Überweisung der Hausärztin/des Hausarztes notwendig!

Wenn Sie mehr zum Thema Darmkrebs-Vorsorge erfahren möchten, oder diese Untersuchung in unserer Praxis durchführen lassen wollen, dann vereinbaren wir gerne einen Termin mit Ihnen.

Einen Fragebogen zum familiären Darmkrebsrisiko können Sie sich hier downloaden (Quelle: Felix Burda Stiftung).