Magenballon

Für Patienten mit starkem Übergewicht (BMI - Body Mass Index zwischen mindestens 28 und 40) und einem ausgeprägten Wunsch zur Gewichtsreduktion gibt es mit dem so genannten Magenballon eine ebenso einfache wie schonende, nicht-operative und gleichzeitig wirkungsvolle Behandlungsoption. 

orbera gastric balloon 

Der Magenballon kommt meist dann zum Einsatz, wenn andere Abnahmetechniken bereits versagt haben oder für den Patienten ein erhöhtes Operationsrisiko besteht. Dem entsprechend handelt es sich beim Einsatz eines Magenballons um ein nicht-chirurgisches Verfahren, welches Sie bei Ihrem Wunsch der Gewichtsreduktion unterstützt.

Sicherheit durch Erfahrung

Dr. Jens Meyer ist als Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie einer der bundesweit ausgewiesenen Magenballon-Experten, von denen die Magenballon-Therapie als eine moderne, schonende und komfortmedizinische Methode angewandt wird. Herr Dr. Meyer setzt dabei auf die weltweit führenden Magenballons, die bereits mehr als 277.000 Menschen geholfen haben.

So funktioniert's:

Das Prinzip ist denkbar einfach: der aus einem weichen Silikon bestehende und zunächst leere, schlaffe Magenballon wird über den Mund und die Speiseröhre direkt in den Magen eingeführt. Dort wird er mit einer sterilen und körperlich gut verträglichen Kochsalzlösung gefüllt. Sobald der Magenballon gefüllt ist, kann er weder durch die Speiseröhre noch durch den Dünndarm aus dem Magen herausrutschen. 

 Der Magenballon hilft, wieder schlank zu werden.

Da das Volumen des Magens nun teilweise durch den Magenballon gefüllt ist, stellt sich beim Essen rascher ein Sättigungsgefühl ein. In der Folge werden kleinere Mahlzeiten zu sich genommen. Und dies wiederum macht ein Abnehmen ohne Hungergefühl möglich. So gewöhnt sich Ihr Körper im Verlauf der Behandlung (6 oder 12 Monate) fast von selbst an gesündere Portionsgrößen.

Dieses einfache Verfahren macht Schnitte oder Nähte überflüssig und dauert im Allgemeinen etwa 20-30 Minuten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Magenballon im Gegensatz zu dauerhaften chirurgischen Veränderungen nur vorübergehend eingesetzt wird. So verbleibt er je nach Wunsch 6 oder 12 Monate im Magen und wird dann ebenso schonend wieder entfernt.

Vorteile

  • Nicht-chirurgischer Eingriff
  • Nicht-invasiver Eingriff
  • Vorübergehende Behandlungsform (jetzt auch mit 12-monatiger Tragezeit!)

Nachteile

  • Der häufig als Nachteil empfundene Tragezeitraum von nur 6 Monaten kann nun auch komfortabel auf 12 Monate angelegt werden. Die entstehenden Kosten relativieren sich dadurch sehr stark (vgl. hierzu 'Kosten' weiter unten):
  • In einzelnen Fällen (z. B. durch eine Beschädigung) kann der Magenballon seine Flüssigkeit verlieren. Da wir der Füllung jedoch einen Farbstoff zugeben, wird Ihnen eine Entleerung durch die bläulich/grüne Verfärbung des Urins sofort angezeigt. In einem derartigen Fall verständigen Sie uns bitte umgehend, damit wir den beschädigten Magenballon entfernen können.
  • Es kann in einzelnen Fällen durch die Dehnung der Magenwand zu Druckschäden und Geschwüren kommen.

Kosten

Die Kosten des Magenballons liegen bei einer 6-monatigen Therapiedauer bei ca. EUR 3.100,- und bei einer 12-monatigen Behandlung bei ca. EUR 3.900,-. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht übernommen. Bei Versagen anderer Methoden zur Gewichtsreduktion kann jedoch ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

Und hier noch einige Antworten auf häufige Fragestellungen:

Sind Magenballons sicher?

Magenballons werden in der Behandlung von Übergewicht seit über 20 Jahren eingesetzt. Im Laufe der Zeit haben sie sich in Form, Größe und Design weiterentwickelt, sodass sie heute moderne, robuste Produkte sind, die sich inzwischen als sicheres Verfahren zur Gewichtsreduktion bewährt haben. Über 277 000 der von uns verwendeten Magenballons wurden weltweit bereits erfolgreich eingesetzt.

Wie viel kann ich mit einem Magenballon abnehmen?

Wichtig ist das Verständnis, dass ein Magenballon nur ein Hilfsmittel zum Gewichtsverlust sein kann. Er muss in Verbindung mit einem Programm aus guter Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderungen genutzt werden. Die Gewichtsmenge, die Sie abnehmen, hängt davon ab, wie genau Sie Ihre Diät befolgen und langfristige Änderungen in Ihrer Lebensweise vornehmen. Klinische Studien haben gezeigt, dass der Gewichtsverlust von Person zu Person unterschiedlich ausfällt. Im Durchschnitt nahmen die Patienten das 3,1-fache dessen ab, was Patienten mit Diät und einem Bewegungsprogramm allein abnehmen konnten. In den USA nahmen Patienten der klinischen Studie im Durchschnitt 15 kg ab.

Was passiert, wenn ein Magenballon leckt oder sich im Magen entleert?

Die von uns genutzten Magenballons wurden in über 277 000 Fällen eingesetzt. Eine Entleerung oder ein Leck im Ballon sind sehr seltene Ereignisse. Sollte der Ballon sich jedoch entleeren, dann erkennen Sie dies an der bläulich/grünen Verfärbung des Urins. Beim Befüllen des Magenballons setzen wir der Flüssigkeit einen Farbstoff zu, der diesen Effekt dann erzeugt. Im Falle einer Entleerung nehmen Sie bitte umgehend Kontakt zu uns auf, wir entfernen den Magenballon dann.

Was ist der Body Mass Index (BMI)?

Der BMI ist das gängigste Maß für Fettleibigkeit. Mit dem BMI wird die ungefähre Körpermasse ausgedrückt, anhand des mathematischen Verhältnisses zwischen Gewicht und Körpergröße [Gewicht in kg ÷ Größe in Metern²]. Der BMI 30 wird von den meisten Gesundheitsorganisationen als Schwelle zur Fettleibigkeit gesehen. Ein BMI ab 40 steht allgemein für krankhafte Adipositas. Es ist aber zu beachten, dass die BMI-Messung bei Bodybuildern und Athleten keine exakte Maßgabe für Fettleibigkeit ist, da der BMI nicht zwischen Muskelmasse und Fett unterscheidet.
 

Wiederholt ausgezeichnet...

Bereits zum dritten Mal wurde Herrn Dr. med. Jens Meyer eine Empfehlung von Focus-Gesundheit ausgesprochen.

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Zu Ihrer Information: die Erhebungsmethodik hinter der Empfehlung

Aktuelle Informationen

Darmkrebs 2026:

Vorsorge-Zahlen steigen weiter an

„Darmkrebs kann verhindert werden. Diese Botschaft spricht sich immer mehr herum und schlägt sich darin nieder, dass immer mehr Menschen das Angebot einer Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch nehmen“, erklärte die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Petra Jessen z. B. anlässlich des Darmkrebsmonats Anfang 2026.

Darmkrebs-Vorsorgemonat März

Alle gesetzlich Krankenversicherten haben ab 50
einen Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

Sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern.


Die aktuellsten Zahlen aus dem jetzt vorgestellten Trendreport 2025 des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) weisen aus, dass die Zahl der Vorsorge-Darmspiegelungen seit 2022 kontinuierlich zugenommen hat. Während in 2024 insgesamt 638 Tsd. Früherkennungskoloskopien durchgeführt worden sind, waren es allein im ersten Halbjahr 2025 bereits 339 Tsd.

„Alle gesetzlich Krankenversicherten haben ab 50 einen Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren“, so Dr. Jessen. „Im Zuge dieser Untersuchungen werden Polypen entfernt, aus denen Darmkrebs entstehen kann. Sollte ein Darmkrebs entdeckt werden, ist die Heilungschance umso größer, je früher die Diagnose erfolgt.“

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebstodesursachen. Erfreulicherweise gehen sowohl Neuerkrankungsrate als auch Sterbezahlen dank der Vorsorge-Untersuchung seit vielen Jahren stetig zurück. Dr. Jessen: „Darmkrebs kann verhindert werden. Darmkrebs ist heilbar. Wer Vorsorge und Früherkennung nutzt, kann sich schützen.“

Bei vertieftem Interesse finden Sie hier den ZI-Trendreport 2025.

Tagesspiegelbeitrag zum Thema "Darmkrebs"

Mit wenig Aufwand viel erreichen

Das kolorektale Karzinom zählt zu den am intensivsten erforschten Tumorarten. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seiner Entstehung vorzubeugen.

Darmkrebs entsteht in der Regel sehr langsam und entwickelt sich über viele Jahre hinweg. Ausgangspunkt sind Veränderungen der Zellen in der Darmschleimhaut. Daraus entstehen zunächst Wucherungen, sogenannte Polypen, die anfangs meist gutartig sind. Diese Adenome können jedoch entarten: Die Zellen beginnen sich unkontrolliert zu vermehren und entwickeln sich schließlich zu Krebs. Rund 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen gehen auf solche ursprünglich gutartigen Darmpolypen zurück.

Die Gründe für diese Veränderungen können unterschiedlich sein. Neben einer genetischen Veranlagung spielen auch Lebensstilfaktoren eine Rolle, etwa Übergewicht, Bewegungsmangel sowie der Konsum von Tabak, Alkohol oder rotem und verarbeitetem Fleisch. „Wir wissen inzwischen, dass sich etwa 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern lassen – das bezeichnet man als Primärprävention“, erklärt Heidrun Thaiss, Geschäftsführerin und Direktorin Medizin und Wissenschaft der Felix Burda Stiftung, die sich der Darmkrebsprävention widmet.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vorbeugung ist die sogenannte Sekundärprävention, also die Früherkennung von Krebs. Gerade beim Darmkrebs sind die Möglichkeiten dafür besonders gut. Anders als bei vielen anderen Krebsarten stehen mit dem Stuhltest und der Darmspiegelung – der Koloskopie – zwei wirksame Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe kann Darmkrebs frühzeitig erkannt oder sogar verhindert werden, vorausgesetzt, die Angebote werden auch genutzt. „Obwohl 2024 mehr Menschen als zuvor an der Vorsorge teilgenommen haben, erreichen wir noch immer nicht die Inanspruchnahme, die wir uns wünschen“, sagt Thaiss. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums nutzt weniger als ein Fünftel der Anspruchsberechtigten diese Vorsorgeangebote. Besonders niedrig ist die Teilnahmequote bei Männern, obwohl sie häufiger an Darmkrebs erkranken als Frauen.

Darmspiegelung ist schmerzfrei

Viele Menschen scheuen eine Darmspiegelung, was laut Thaiss häufig auf Vorurteile zurückzuführen ist. Besonders verbreitet ist die Annahme, die Untersuchung sei schmerzhaft. „Das stimmt nicht. In der Regel verläuft der Eingriff für die Betroffenen schmerzfrei, sodass niemand davor Angst haben muss“, erklärt Thaiss. Unangenehm kann jedoch die Vorbereitung sein. Dennoch hat sich auch hier einiges verbessert: Die Abführlösungen sind heute teilweise geschmacklich erträglicher, sodass sie nicht mehr mit großer Überwindung eingenommen werden müssen. Unvermeidlich bleibt allerdings, dass der Tag vor der Untersuchung überwiegend auf der Toilette verbracht wird.

Eine gründliche Vorbereitung ist dabei wichtig. „Je sorgfältiger der Darm gereinigt wird, desto besser ist die Sicht für den Koloskopeur und desto leichter lassen sich mögliche Polypen erkennen“, betont Thaiss. Zudem hat die Untersuchung einen langfristigen Vorteil: „Wer die Prozedur einmal hinter sich hat, hat in der Regel für zehn Jahre Ruhe und die Gewissheit, dass keine Krebsvorstufen im Darm vorhanden sind. Das rechtfertigt den Aufwand.“

Deutlich unkomplizierter ist der Stuhltest. Dabei wird alle zwei Jahre eine Stuhlprobe auf versteckte Blutspuren untersucht. „Der Test ist ähnlich zuverlässig wie eine Koloskopie“, erklärt Thaiss. „Allerdings erkennt er nur bereits vorhandenen Krebs im Frühstadium. Polypen als mögliche Vorstufe werden meist nicht entdeckt, weil sie in der Regel nicht bluten.“

Bei den 50- bis 75-Jährigen, die in Deutschland einen Stuhltest durchführen lassen, fällt bei etwa fünf bis neun Prozent das Ergebnis positiv aus, was bedeutet, dass Blut im Stuhl nachgewiesen wurde. „Ein solcher Befund bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Darmkrebs vorliegt. Das ist lediglich bei etwa zehn Prozent der positiven Tests der Fall“, erklärt Christian Pox, Chefarzt der Medizinischen Klinik am St. Joseph-Stift in Bremen und Vorstandsmitglied der Gastro-Liga. Deshalb folgt auf einen positiven Stuhltest grundsätzlich eine Darmspiegelung, um Darmkrebs sicher nachzuweisen oder auszuschließen. Wenn dabei kein Krebs festgestellt wird, ist in den folgenden zehn Jahren kein weiterer Stuhltest erforderlich.

Gesetzlich Versicherte Frauen und Männer ab 50 Jahren haben Anspruch auf zwei Vorsorge-Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren. Alternativ können sie alle zwei Jahre einen Test auf okkultes, also mit bloßem Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl durchführen lassen. Wer sich nach der ersten Darmspiegelung zehn Jahre später gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen wieder den Stuhltest nutzen.

Die Teilnahme an der Vorsorge bietet auch therapeutische Vorteile. „Je früher wir den Krebs entdecken, desto größer sind die Heilungschancen“, sagt Pox. Fortschritte in der Behandlung, etwa verbesserte Chemotherapien und in bestimmten Fällen auch Immuntherapien, erhöhen zusätzlich die Erfolgsaussichten. „Wenn der Krebs noch auf die Darmwand begrenzt ist, liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate inzwischen bei nahezu 100 Prozent“, so Pox.

Eine absolute Sicherheit können Vorsorgeuntersuchungen jedoch nicht garantieren. Polypen können sich beispielsweise in Darmwindungen verbergen oder noch so klein sein, dass sie während der Koloskopie übersehen werden. Deshalb sollte man auch bei bestimmten Beschwerden ärztlichen Rat suchen, selbst wenn die letzte Darmspiegelung unauffällig war. „Das häufigste Symptom bei Darmkrebs ist Blut im Stuhl“, erklärt Pox. „Auch deutlich veränderte Stuhlgewohnheiten oder ein plötzlich starker Gewichtsverlust sollten ärztlich abgeklärt werden. Schmerzen hingegen treten bei Darmkrebs glücklicherweise nur selten auf.“

[Quelle bzw. Grundlage: Tagesspiegel, Claudia Füßler: Mit wenig Aufwand viel erreichen]

Verstärkung in unserem Team!

Eine Praxis - zwei Ärzte.

Durch die Anstellung von Herrn Dr. med. Florian Driehorst konnten wir einen erfahrenen Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie für die Mitarbeit in unserem Team hinzugewinnen. Wir freuen uns über seine tatkräftige Unterstützung und danken Ihnen, liebe Patient*innen, für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.