Magenspiegelung

Auch Gastroskopie, bzw. Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD). Bei der Gastroskopie handelt es sich um eine Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms. Die Magenspiegelung ermöglicht es uns in vielen Fällen die Ursache Ihrer Beschwerden festzustellen, bzw. krankhafte Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

magen sodbrennen

Die Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarmes ist heutzutage ein sehr risikoarmes Routineverfahren. Allein in unserer Praxis haben wir bereits mehre Tausend Gastroskopien durchgeführt.

Vor jeder Magenspiegelung findet in unserer Praxis ein Aufklärungsgespräch statt. In diesem Gespräch gehen wir auf Ihre Fragen ein und entscheiden gemeinsam mit Ihnen über die Notwendigkeit der Untersuchung. Es wird Ihnen der genaue Ablauf der Untersuchung erklärt und auf bestehende Risiken eingegangen. Auch wird Ihnen einAufklärungsblatt  sowie einPatientenfragebogen (s. Download unter Patienteninfo) ausgehändigt, die Sie bitte vor Beginn der Untersuchung unterschreiben.

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Am Tag Ihrer Magenspiegelung sollten Sie nüchtern in der Praxis erscheinen, d. h. mindestens 8 Stunden vor der Untersuchung nicht rauchen, nicht essen und nicht trinken. Auch sollten Sie am Morgen des Untersuchungstages keine Tabletten einnehmen.

Wie wird die Spiegelung durchgeführt?

Mit dem Gastroskop, einem ca. 1 cm dicken, schlauchförmigen, biegsamen Instrument können Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm von innen betrachtet werden.

Durch Einbringen von Luft entfalten sich die Verdauungsorgane, so dass krankhafte Veränderungen besser erkannt werden können.
Sowohl beim Vorschieben als auch beim Zurückziehen des Gastroskops wird die Schleimhaut mit Lupenvergrößerung sorgfältig betrachtet. Sie können die Untersuchung selbst am Monitor mitverfolgen, wenn Sie dies wünschen. Falls erforderlich, lassen sich Gewebeproben mit einer kleinen Zange während der Spiegelung gewinnen (beispielsweise Untersuchung auf das Vorhandensein von Helicobacter pylori). Diese Gewebeentnahmen sind völlig schmerzfrei.
Vor der Untersuchung wird Ihr Rachen mit einem Spray oder Gel betäubt, um das Schlucken und Einführen des Gastroskops zu erleichtern. In der Regel wird die Untersuchung auch ohne eine Beruhigungsspritze gut toleriert. Sie können unmittelbar danach Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Auf Wunsch geben wir Ihnen aber auch gerne eine leichte Schlaf-Spritze, deren Wirkung einige Minuten anhält, so dass Sie die Untersuchung nicht bewusst miterleben. Die ganze Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist für die Patienten wenig belastend. 

Worauf sollte nach der Untersuchung geachtet werden?

Falls Sie eine Rachenbetäubung oder eine Beruhigungsspritze erhalten haben, dürfen Sie für mindestens 1 Stunde nach der Untersuchung nichts essen oder trinken. 

Wenn Sie eine Beruhigungsspritze erhalten haben, dürfen Sie an diesem Tage auf keinen Fall selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen, auch wenn Sie sich bereits wieder dazu in der Lage fühlen. Die Spritze schränkt Ihre Reaktionsfähigkeit nämlich über mehrere Stunden ein. Zudem müssen Sie eine Begleitperson für den Weg nach Hause haben.

Treten Schmerzen oder andere Befindlichkeitsstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Bluterbrechen) auf, informieren Sie bitte umgehend unsere Praxis oder gehen Sie sofort und unverzüglich mit dem Befundbericht, den Sie nach der Untersuchung mitgenommen haben, in die Aufnahmestation des nächsten Krankenhauses.

Die Untersuchung kann nur dann ambulant unter Sedierung (Gabe eines Beruhigungsmittels) durchgeführt werden, wenn Sie nach einer entsprechenden Ruhephase (nach der Untersuchung noch 60 Minuten liegend im Aufwachraum) in unserer Praxis von einer Begleitperson abgeholt werden. Die Begleitperson hat dafür Sorge zu tragen, dass Sie im Verlauf des Behandlungstages kein Kraftfahrzeug führen und keine Maschine bedienen.

Kosten

Liegt eine Indikation (d.h. ein Grund) für die Untersuchung vor, werden die Kosten sowohl von den gesetzlichen, als auch den privaten Krankenkassen übernommen. Bitte beachten Sie, dass wir gesetzlich versicherte Patienten mit medizinischer Indikation nicht als Selbstzahler behandeln können bzw. dürfen. Gerne informieren wir Sie zu diesem Thema in einem persönlichen Gespräch.

Wiederholt ausgezeichnet...

Bereits zum dritten Mal wurde Herrn Dr. med. Jens Meyer eine Empfehlung von Focus-Gesundheit ausgesprochen.

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Zu Ihrer Information: die Erhebungsmethodik hinter der Empfehlung

Aktuelle Informationen

Darmkrebs 2026:

Vorsorge-Zahlen steigen weiter an

„Darmkrebs kann verhindert werden. Diese Botschaft spricht sich immer mehr herum und schlägt sich darin nieder, dass immer mehr Menschen das Angebot einer Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch nehmen“, erklärte die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Petra Jessen z. B. anlässlich des Darmkrebsmonats Anfang 2026.

Darmkrebs-Vorsorgemonat März

Alle gesetzlich Krankenversicherten haben ab 50
einen Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

Sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern.


Die aktuellsten Zahlen aus dem jetzt vorgestellten Trendreport 2025 des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) weisen aus, dass die Zahl der Vorsorge-Darmspiegelungen seit 2022 kontinuierlich zugenommen hat. Während in 2024 insgesamt 638 Tsd. Früherkennungskoloskopien durchgeführt worden sind, waren es allein im ersten Halbjahr 2025 bereits 339 Tsd.

„Alle gesetzlich Krankenversicherten haben ab 50 einen Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren“, so Dr. Jessen. „Im Zuge dieser Untersuchungen werden Polypen entfernt, aus denen Darmkrebs entstehen kann. Sollte ein Darmkrebs entdeckt werden, ist die Heilungschance umso größer, je früher die Diagnose erfolgt.“

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebstodesursachen. Erfreulicherweise gehen sowohl Neuerkrankungsrate als auch Sterbezahlen dank der Vorsorge-Untersuchung seit vielen Jahren stetig zurück. Dr. Jessen: „Darmkrebs kann verhindert werden. Darmkrebs ist heilbar. Wer Vorsorge und Früherkennung nutzt, kann sich schützen.“

Bei vertieftem Interesse finden Sie hier den ZI-Trendreport 2025.

Tagesspiegelbeitrag zum Thema "Darmkrebs"

Mit wenig Aufwand viel erreichen

Das kolorektale Karzinom zählt zu den am intensivsten erforschten Tumorarten. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seiner Entstehung vorzubeugen.

Darmkrebs entsteht in der Regel sehr langsam und entwickelt sich über viele Jahre hinweg. Ausgangspunkt sind Veränderungen der Zellen in der Darmschleimhaut. Daraus entstehen zunächst Wucherungen, sogenannte Polypen, die anfangs meist gutartig sind. Diese Adenome können jedoch entarten: Die Zellen beginnen sich unkontrolliert zu vermehren und entwickeln sich schließlich zu Krebs. Rund 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen gehen auf solche ursprünglich gutartigen Darmpolypen zurück.

Die Gründe für diese Veränderungen können unterschiedlich sein. Neben einer genetischen Veranlagung spielen auch Lebensstilfaktoren eine Rolle, etwa Übergewicht, Bewegungsmangel sowie der Konsum von Tabak, Alkohol oder rotem und verarbeitetem Fleisch. „Wir wissen inzwischen, dass sich etwa 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern lassen – das bezeichnet man als Primärprävention“, erklärt Heidrun Thaiss, Geschäftsführerin und Direktorin Medizin und Wissenschaft der Felix Burda Stiftung, die sich der Darmkrebsprävention widmet.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vorbeugung ist die sogenannte Sekundärprävention, also die Früherkennung von Krebs. Gerade beim Darmkrebs sind die Möglichkeiten dafür besonders gut. Anders als bei vielen anderen Krebsarten stehen mit dem Stuhltest und der Darmspiegelung – der Koloskopie – zwei wirksame Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe kann Darmkrebs frühzeitig erkannt oder sogar verhindert werden, vorausgesetzt, die Angebote werden auch genutzt. „Obwohl 2024 mehr Menschen als zuvor an der Vorsorge teilgenommen haben, erreichen wir noch immer nicht die Inanspruchnahme, die wir uns wünschen“, sagt Thaiss. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums nutzt weniger als ein Fünftel der Anspruchsberechtigten diese Vorsorgeangebote. Besonders niedrig ist die Teilnahmequote bei Männern, obwohl sie häufiger an Darmkrebs erkranken als Frauen.

Darmspiegelung ist schmerzfrei

Viele Menschen scheuen eine Darmspiegelung, was laut Thaiss häufig auf Vorurteile zurückzuführen ist. Besonders verbreitet ist die Annahme, die Untersuchung sei schmerzhaft. „Das stimmt nicht. In der Regel verläuft der Eingriff für die Betroffenen schmerzfrei, sodass niemand davor Angst haben muss“, erklärt Thaiss. Unangenehm kann jedoch die Vorbereitung sein. Dennoch hat sich auch hier einiges verbessert: Die Abführlösungen sind heute teilweise geschmacklich erträglicher, sodass sie nicht mehr mit großer Überwindung eingenommen werden müssen. Unvermeidlich bleibt allerdings, dass der Tag vor der Untersuchung überwiegend auf der Toilette verbracht wird.

Eine gründliche Vorbereitung ist dabei wichtig. „Je sorgfältiger der Darm gereinigt wird, desto besser ist die Sicht für den Koloskopeur und desto leichter lassen sich mögliche Polypen erkennen“, betont Thaiss. Zudem hat die Untersuchung einen langfristigen Vorteil: „Wer die Prozedur einmal hinter sich hat, hat in der Regel für zehn Jahre Ruhe und die Gewissheit, dass keine Krebsvorstufen im Darm vorhanden sind. Das rechtfertigt den Aufwand.“

Deutlich unkomplizierter ist der Stuhltest. Dabei wird alle zwei Jahre eine Stuhlprobe auf versteckte Blutspuren untersucht. „Der Test ist ähnlich zuverlässig wie eine Koloskopie“, erklärt Thaiss. „Allerdings erkennt er nur bereits vorhandenen Krebs im Frühstadium. Polypen als mögliche Vorstufe werden meist nicht entdeckt, weil sie in der Regel nicht bluten.“

Bei den 50- bis 75-Jährigen, die in Deutschland einen Stuhltest durchführen lassen, fällt bei etwa fünf bis neun Prozent das Ergebnis positiv aus, was bedeutet, dass Blut im Stuhl nachgewiesen wurde. „Ein solcher Befund bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Darmkrebs vorliegt. Das ist lediglich bei etwa zehn Prozent der positiven Tests der Fall“, erklärt Christian Pox, Chefarzt der Medizinischen Klinik am St. Joseph-Stift in Bremen und Vorstandsmitglied der Gastro-Liga. Deshalb folgt auf einen positiven Stuhltest grundsätzlich eine Darmspiegelung, um Darmkrebs sicher nachzuweisen oder auszuschließen. Wenn dabei kein Krebs festgestellt wird, ist in den folgenden zehn Jahren kein weiterer Stuhltest erforderlich.

Gesetzlich Versicherte Frauen und Männer ab 50 Jahren haben Anspruch auf zwei Vorsorge-Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren. Alternativ können sie alle zwei Jahre einen Test auf okkultes, also mit bloßem Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl durchführen lassen. Wer sich nach der ersten Darmspiegelung zehn Jahre später gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen wieder den Stuhltest nutzen.

Die Teilnahme an der Vorsorge bietet auch therapeutische Vorteile. „Je früher wir den Krebs entdecken, desto größer sind die Heilungschancen“, sagt Pox. Fortschritte in der Behandlung, etwa verbesserte Chemotherapien und in bestimmten Fällen auch Immuntherapien, erhöhen zusätzlich die Erfolgsaussichten. „Wenn der Krebs noch auf die Darmwand begrenzt ist, liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate inzwischen bei nahezu 100 Prozent“, so Pox.

Eine absolute Sicherheit können Vorsorgeuntersuchungen jedoch nicht garantieren. Polypen können sich beispielsweise in Darmwindungen verbergen oder noch so klein sein, dass sie während der Koloskopie übersehen werden. Deshalb sollte man auch bei bestimmten Beschwerden ärztlichen Rat suchen, selbst wenn die letzte Darmspiegelung unauffällig war. „Das häufigste Symptom bei Darmkrebs ist Blut im Stuhl“, erklärt Pox. „Auch deutlich veränderte Stuhlgewohnheiten oder ein plötzlich starker Gewichtsverlust sollten ärztlich abgeklärt werden. Schmerzen hingegen treten bei Darmkrebs glücklicherweise nur selten auf.“

[Quelle bzw. Grundlage: Tagesspiegel, Claudia Füßler: Mit wenig Aufwand viel erreichen]

Verstärkung in unserem Team!

Eine Praxis - zwei Ärzte.

Durch die Anstellung von Herrn Dr. med. Florian Driehorst konnten wir einen erfahrenen Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie für die Mitarbeit in unserem Team hinzugewinnen. Wir freuen uns über seine tatkräftige Unterstützung und danken Ihnen, liebe Patient*innen, für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.